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Ressourceneffizienz in der Gießereibranche

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Gießereiprodukte begleiten die Menschheit schon seit fünf Jahrtausenden. Heute findet man Gussteile überall: Kein Fahrzeug – ob Verbrenner oder elektrisch – fährt ohne Guss, kein Windrad dreht sich. Gussteile finden sich in Maschinen, Transportgeräten und Industrieanlagen, aber auch in Alltagsgegenständen wie Handrasierern und Kaffeemaschinen. Die Gießereibranche in Deutschland umfasst etwa 600 Eisen-, Stahl- und Nichteisen-Metallgießereien mit ca. 80.000 Mitarbeitern und erwirtschaftet einen Umsatz von rund 14 Milliarden Euro. Das Gießen von Metall gehört zu den energie- und ressourcenintensiven Fertigungsverfahren: Der Energieverbrauch liegt bei rund 22 Terrawattstunden pro Jahr. Der Ressourcenverbrauch für Metalle, Gießsande und Binder beträgt etwa 5,5 Millionen Tonnen. Energie- und Materialeffizienz sowie Emissionsminderung stehen deshalb für die Branche im Fokus. Die Fertigung von Gussprodukten ist daher durch Stoffkreisläufe mit einer hohen Recyclingrate gekennzeichnet. Weitere Ansatzpunkte bieten moderne Technologien wie die Sensorik, Analytik und Digitalisierung sowie der 3D-Druck.

Es ist das Anliegen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), zur Lösung aktueller Umweltprobleme beizutragen. Zentrale Herausforderungen sieht die DBU unter anderem im nicht nachhaltigen Umgang mit Ressourcen sowie bei schädlichen Emissionen. Daher unterstützt die DBU die Bestrebungen der Gießereibranche und hat seit dem Jahr 2000 über 30 Projekte mit einem Fördervolumen von über 7,7 Millionen Euro gefördert.

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