Forum 12 : , 14:15 - 15:30 Uhr, Schiller-Saal

Abwärme in Industrie und Gewerbe – die Kraft der zweiten Nutzung

Umwelttechnik BW GmbH

Das Land will Abwärme künftig zu einem relevanten Energieträger entwickeln – mittels innovativer Konzepte und unter Berücksichtigung erfolgversprechender Marktmodelle und geeigneter Anreiz- und Vollzugsmechanismen. Dies ist auch im Koalitionsvertrag eigens als anzugehender Themenbereich formuliert.

Durch Abwärmenutzung in industriellen Prozessen oder in Wärmenetzen können in Baden-Württemberg Treibhausgasemissionen von circa 750.000 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr bis zum Jahr 2030 vermieden werden. Auf Basis der Analysen einer Studie für das Land Baden-Württemberg wird das theoretisch nutzbare Gesamt-Potenzial für industrielle Abwärme mit einem unteren Wert von mindestens etwa 5,4 TWh/a bis zu einer oberen Schätzung von 9,3 TWh/a, bezogen auf den Endenergieverbrauch der Industrie und somit zwischen 9 und 15 Prozent angegeben.

Die passende Unterstützung, um dieses Potenzial zu heben, soll ab jetzt das Kompetenzzentrum Abwärme geben und dazu beitragen, dass deutlich mehr sinnvolle und wirtschaftliche Projekte zur Nutzung von Abwärme realisiert werden als bisher – sei es in der Industrie oder im Bereich der Wärmenetze für Quartiere. Zudem soll die Wettbewerbsfähigkeit von Wärme abgebenden Unternehmen verbessert und der Wirtschafts- und Technologiestandort Baden-Württemberg gestärkt werden

Was muss geschehen, damit in den nächsten zehn Jahren der Anteil der Abwärmenutzung deutlich zunimmt? Welche Potenziale gibt es? Wie können sie erschlossen werden? Welche Projekte sind schon durchgeführt oder in der Pipeline?

Fragestellungen dieser Art werden bei der interaktiven Panel-Diskussion am Ende des Forums – nach der Vorstellung von drei Best-Practice-Projekten – behandelt. Seien Sie dabei und bringen Sie Ihre Ideen und Fragen ein.

Kompetenzzentrum Wärmewende im Schulterschluss für Abwärme in kommunalen Wärmenetzen

Grenzenlos! – Abwärme der Badischen Stahlwerke GmbH links und rechts des Rheins, in Straßburg und Kehl sinnvoll nutzen – ein Zwischenstand zum Projekt

Wo Milch und Wärme fließen - Projekt Wärmeverbund Freiburg-Süd setzt Abwärme aus der Milchproduktion in Nutzenergie um

Rechnen bis die Server glühen! – Effiziente Abwärmenutzung von Rechenzentren – Ein „Must Have“ für den nachhaltigen Weg der fortschreitenden Digitalisierung – ein Projektbeispiel der Fa. Würth, Künzelsau

Aufdecken von Potenzialen zur Abwärmenutzung in Wärmenetzen über das Werkzeug „kommunale Wärmeplanung"

Frage- und Diskussionsrunde mit den Referent*innen