Dr. Andrea Knöller
Gruppenleitung Lasertechnik, Institut für Mikroaufbautechnik, Hahn-Schickard Stuttgart
Meine Faszination für Naturwissenschaft und Technik brachte mich zunächst zum Studium der Werkstoffwissenschaften an der Universität Stuttgart, wo ich am Institut für Materialwissenschaft im Bereich bioinspirierte Materialien auch promoviert habe. Seitdem bin ich bei Hahn-Schickard in Stuttgart und beschäftige mich mit der Entwicklung von 3D-Elektronik. Wir arbeiten dabei mit den unterschiedlichsten Substratmaterialien, Formgebungsverfahren sowie Strukturierungs- und Funktionalisierungsmethoden.
„In der Hochfrequenztechnik ist man auf Materialien mit minimalen dielektrischen Verlusten und sehr niedriger Dielektrizitätszahl angewiesen, was aktuell durch fluorierte Polymere mit einem PFAS-Gewichtsanteil von bis zu 50 % des Basismaterials erreicht wird. Wir beschäftigen uns daher mit der Entwicklung von Leiterplatten auf Basis von PEEK (Polyetheretherketon), einem Hochleistungsthermoplasten, der inhärent PFAS-frei und flammwidrig ist sowie hervorragende dielektrische Eigenschaften besitzt, was ihm zu einer idealen, umweltfreundlicheren Alternative macht."
Programmpunkte
Wie können PFAS gemessen, beseitigt und künftig vermieden werden? In diesem Workshop diskutieren Teilnehmende mit Expertinnen und Experten aus vier Forschungsinstituten innovative Ansätze entlang der Wertschöpfungskette: mobile PFAS-Analytik, PFAS-Abbau, regulatorische Perspektiven sowie die Substitution von PFAS in Materialien und Anwendungen. PFAS 2035 vernetzt Forschung und Industrie, um gemeinsam Visionen für sichere Materialien und nachhaltige Stoffkreisläufe zu entwickeln.