Programm 2026
Das Forschungsprojekt Factory-X im Use Case „Circular Economy“ adressiert die datenbasierte Kreislaufwirtschaft. Ziel ist es, die Transparenz und die Prozesse zur Zustandsbewertung von Maschinen und deren wesentlicher Komponenten zu verbessern sowie zirkuläre R-Strategien gezielt zu unterstützen. Grundlage hierfür ist ein standardisierter Datenaustausch (via AAS - die Asset Administration Shell) über ein Datenökosystem zwischen Fabrikbetreibern, Maschinenherstellern und Komponentenherstellern.
Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft entwickeln sich vom Nachhaltigkeitsthema zum strategischen Erfolgsfaktor für Unternehmen. Steigende Rohstoffkosten, fragile Lieferketten und regulatorische Anforderungen machen deutlich: Es geht nicht mehr nur um Effizienz, sondern um die Neugestaltung von Wertschöpfung.
Das Fachforum, gestaltet mit Momentum Novum und der KLIMA ARENA, zeigt praxisnah, wie Unternehmen diesen Wandel erfolgreich gestalten können. Im Fokus stehen konkrete Beispiele und Innovationen aus der Metropolregion Rhein-Neckar sowie Best Practices, die Impulse für die eigene Transformation liefern.
Biosmiliar war gestern, BioBetter ist der Anspruch von heute. Bioökonomie muss mehr sein als frei von fossilen Rohstoffen. Was können biobasierte Lösungen heute wirklich leisten? Nur Austauschbarkeit oder auch bessere Herstellungswege und echte Produktvorteile? Dieses Forum liefert einen kompakten Realitätscheck. Im Mittelpunkt steht BioBetter als Leitidee für eine Bioökonomie, die messbar überzeugt: technisch, ökologisch und in der Umsetzung.
Nachhaltigkeit ist oft erklärtes Ziel, doch im operativen Geschäft setzen sich Routinen, Standards und eingespielte Abläufe durch. Genau hier setzen Nudges an: kleine, gezielte Veränderungen im Entscheidungsumfeld, die nachhaltiges Handeln zur einfacheren Handlungsoption machen. Im Workshop entwickeln die Teilnehmenden Nudges für eigene Fälle aus Arbeitsalltag, Prozessen und Wertschöpfungsketten, lernen erste Messansätze kennen und sehen, wo KI unterstützen kann.
Der Industriestandort Deutschland hat enormes Potenzial, neue Technologien für Circular Economy voranzutreiben. Gerade KI kann Kreisläufe schließen und liefert große Ersparnismöglichkeiten. Ein Großteil der Unternehmen nutzen KI aber noch nicht als Treiber. Droht die Industrie, KI zu verschlafen? Beim Green AI Hub Roundtable sprechen wir über Chancen und Herausforderungen, wir lassen Unternehmen zu Wort kommen und liefern frische Ideen zu KI für Kreislaufwirtschaft. Teilnehmende können sich direkt einbringen, Interaktionen sind über TedMe möglich. Gezeigt wird der Green AI Hub Produkt-Chat, mit dem Sie mit den Digitalen Produktpass ihrer Geräte sprechen können.
Wie gelingt die Kunststoff-Transformation in der Praxis? Erleben Sie echte Best Practice Beispiele aus Baden-Württemberg – vom recyclingfähigen Design über neue Verwertungswege und Closed-Loop-Lösungen. Experten aus Wissenschaft, Verpackungs- und Recyclingindustrie sowie aus der Automobilindustrie zeigen, wie es gehen kann und wo noch Herausforderungen vor uns liegen. Diskutieren Sie mit – durch Publikums-Votum landen die spannendsten Fragen und Impulse direkt auf dem Podium.
Die industrielle Trocknung verursacht 15–20 % des Energiebedarfs der Industrie und wird heute zu über 95 % mit Erdgas betrieben. Für die Dekarbonisierung ist eine Effizienzsteigerung und Elektrifizierung dieser Prozesse entscheidend. Die Integration von Hochtemperatur-Wärmepumpen in die Prozesse bietet hierfür großes Potenzial: Sie steigern die Energieeffizienz deutlich und ermöglichen Einsparungen bis zu 80 %. Das Forum zeigt konkrete Technologien und industrielle Anwendungen.
Wasser wird für industrielle Standorte in Baden-Württemberg vom selbstverständlichen Betriebsmedium zum strategischen Risikofaktor. Längere Trockenphasen, Nutzungskonkurrenzen und steigende Anforderungen an Wasserqualität und Versorgungssicherheit erhöhen den Druck auf Unternehmen, ihre Wassernutzung robuster, effizienter und flexibler aufzustellen.
Der landesweite Klimacheck im Rahmen des Projekts Masterplan Wasserversorgung zeigt, dass bis 2050 rund die Hälfte der Kommunen in Baden-Württemberg bei anhaltender Hitze und Trockenheit mit Engpässen in der Trinkwasserversorgung rechnen muss, sofern keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Damit wird Wasserresilienz auch für Unternehmen zur Standortfrage: Je stärker regionale Wasserressourcen und Infrastrukturen unter Druck geraten, desto wichtiger werden effiziente Nutzung, Mehrfachnutzung und Kreislaufführung
Das Forum stellt daher die Frage in den Mittelpunkt, wie industrielle Standorte ihr Wassermanagement zukunftsfähig gestalten können: Welche Rolle können Mehrfachnutzung und Kreislaufführung spielen, welche Anforderungen sind zu beachten – und wo liegen technische, wirtschaftliche oder regulatorische Grenzen?
Drei Impulse aus unterschiedlichen Perspektiven ordnen diese Fragen ein und zeigen anhand ausgewählter Beispiele, welche Technologien und Umsetzungsmöglichkeiten bereits diskutiert oder erprobt werden. Damit bietet das Forum eine praxisnahe Orientierung für Unternehmen und Infrastrukturbetreiber, die ihre Wassernutzung zukunftsfähiger gestalten möchten.
Das Forum richtet sich insbesondere an Verantwortliche aus Produktion, Technik/Utilities, HSE, QS/QA und Nachhaltigkeit in Industrieunternehmen sowie an Infrastrukturbetreiber. Ebenfalls angesprochen sind Technologieanbieter, Engineering-Partner, Dienstleister, Forschungseinrichtungen, Behörden und Überwachungsstellen sowie Akteure aus Versicherungs- und Auditkontexten.
Im Workshop „Einstieg in die Ökobilanzierung mit LCA4All “ erlernen Teilnehmende praxisnah, wie sie Umweltauswirkungen ihrer Produkte erkennen und gezielt verbessern können. An einem realen Produktbeispiel durchlaufen sie die ersten beiden ISO‑14040/44‑Phasen und wenden den im öffentlich geförderten LCA4All‑Projekt erarbeiteten Leitfaden an. Checklisten, Vorlagen und ein KI‑Chatbot machen den Einstieg leicht.
Ergebnis: direkte Umsetzungsfähigkeit, konkrete Verbesserungsansätze und Mehrwert für Nachhaltigkeit und Marktposition.
Industrieunternehmen sitzen auf gebundenem Kapital: Elektromotoren, Automatisierungskomponenten und Leistungselektronik enthalten wirtschaftlichen Wert und kritische Rohstoffe wie Kupfer, Seltene Erden und Halbleitermaterialien, die nach der Nutzungsphase weitgehend verloren gehen. Circular Economy Ansätze wie Remanufacturing, Refurbishment und gezielte Materialrückgewinnung schaffen daraus lokale Wertschöpfung, werden aber nur möglich und wirtschaftlich tragfähig durch Kollaboration entlang der Wertschöpfungskette. Das Forum zeigt, wie das in der Praxis funktioniert – mit Erfahrungen aus Industrie, Startups und Forschung.
Die im Forum vorgestellten Projekte zeigen, wie sich Carbonfasern durch den Einsatz innovativer Plasmaverfahren energiesparend und lösemittelfrei produzieren lassen und wie ein Verfahren aussehen kann, mit dem recycelte Carbonfasern für Formbauteile im Hochleistungsbereich genutzt werden. Die Projektbeispiele stammen aus der Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die innovative, modellhafte und praxisorientierte Vorhaben mit klarem Umweltbezug unterstützt.
Venture Capital und Deep Tech bilden das Fundament für Deutschlands technologische Souveränität. Wenn Kapital, Forschung und Unternehmertum zusammenkommen, entstehen Lösungen für Energie, Industrie und Sicherheit. Der Beitrag zeigt, wie gezielte Finanzierung Innovation beschleunigt, Skalierung ermöglicht und damit nachhaltige wirtschaftliche Wirkung entfaltet.
Der Workshop wird mit hohem Praxisbezug die Notwendigkeit der strategischen Ausrichtung des Einkaufs am Anfang der Lieferketten deutlich machen. Vor dem Hintergrund der sich ändernden rechtlichen Rahmenbedingungen (PPWR startet in der EU verpflichtend am 12.08.26) nutzen wir das Thema Verpackungen mit Blick auf die Veränderungen von linearen hin zu zirkulären Wertströmen. Anhand von Praxisbeispielen werden die Chancen dargestellt. Das offene und interaktive Format ermöglicht es den Teilnehmenden sich aktiv in die Diskussion einzubringen.
Mit der efa NRW als Kompetenzzentrum für Ressourcenschonung NRW in Duisburg (seit 1998) und dem ISPIRA Think Tank aus Hürth sind unterschiedliche Perspektiven auf die betrachtende Thematik vorhanden. Beide haben die mittelständische Wirtschaft im Fokus.
In einer nahen klimaneutralen Zukunft wird ein Teil des Kohlenstoffbedarfs durch Carbon Capture Utilisation gedeckt. Es gibt unterschiedliche Verfahren und eine vielseitige Produktpalette, die heute schon verfügbar ist. In diesem Forum berichten Unternehmer und Forscher, wie CCU eingesetzt werden kann. Und vor allem - wo dies heute schon möglich ist.
Marktfähige Produkte aus Nebenströmen und heimischen Rohstoffen: zwei Beispiele aus der Praxis
Regionale Rohstoffe und lokale Nebenströme bieten großes Potenzial für eine nachhaltige und resiliente Bioökonomie. Anhand zweier Praxisbeispiele zeigt das Forum, wie innovative Verfahren heimische Zellstoffquellen und pflanzliche Reststoffe in hochwertige Produkte überführen. So entstehen neue Wertschöpfungsketten in Baden-Württemberg, die Ressourcen schonen und belastbare Lieferketten stärken.
Wie lassen sich Product Carbon Footprints für große Produktportfolios berechnen und durch Dekarbonisierungsmaßnahmen verbessern, wenn detaillierte Prozess- und Produktdaten fehlen? Das Forum zeigt, wie Unternehmen vorhandene Produkt-, Produktions- und Unternehmensdaten nutzen können, um Emissionen vom Unternehmens-Fußabdruck systematisch auf die Produktebene zu übertragen. Darauf aufbauend geht es darum, wie Unternehmen aus ihren CO₂-Daten konkrete Schritte ableiten können: Welche Maßnahmen senken Emissionen am wirksamsten, welche sind wirtschaftlich sinnvoll und wie lässt sich daraus ein realistischer Fahrplan zur Dekarbonisierung entwickeln?
This workshop presents an integrated approach to measuring circular economy (CE) performance and translating indicators into practical decision-making tools. It combines a structured scientific framework with an interactive gamified exercise. The workshop consists of two complementary parts. The first introduces a comprehensive CE indicator framework covering the product (nano), company (micro), and cluster or network (meso) levels. It spans all value-chain stages and integrates established circular strategies, including the 9R hierarchy. More than 200 indicators and 400 metrics are organized into clearly defined performance aspects aligned with recognized CE principles. A publicly available Excel tool (Zenodo, DOI) supports practical application in business, research, and policy contexts.
The second part applies this knowledge through an interactive card-based game. Participants match indicators, formulas, ecodesign requirements, and circular strategies across value-chain stages. In a final round, teams address simulated business challenges by selecting and combining appropriate indicators and strategies. By linking scientific rigor with hands-on applicability, the format connects measurement logic with strategic decision-making in an accessible yet analytically sound way. The workshop is relevant for industry representatives, sustainability managers, cluster organizations, policymakers, consultants, and researchers seeking to operationalize CE strategies through measurable metrics. It reduces confusion around circularity indicators, strengthens comparability, and supports data-driven circular transformation across business, science, and policy.
The workshop is part of DACE (Data Competence Center for Circular Economy Data - https://dace-info.de/ ) and will include introductory remarks and a project overview presented by representatives of the DACE consortium.
In diesem Sprint erleben wir live, wie Kreislaufwirtschaft zum strategischen Vorteil wird – und welche Entscheidungen darüber bestimmen, ob ein Unternehmen resilient wird oder scheitert.
Wir begleiten einen mittelständischen Betrieb, der plötzlich mit geopolitischen Risiken, Lieferengpässen und neuen EU-Anforderungen konfrontiert ist.
Das Publikum trifft nun die Entscheidungen. Jede Wahl verändert den Verlauf. Unterstützt wird das Publikum durch kurze Inputs von Expert:innen aus Betrieb, IHK und Wissenschaft. Wird das Publikum das Unternehmen zum Erfolg bringen?
Viele Unternehmen wollen Nachhaltigkeit strategisch verankern. Strategiepapiere werden formuliert, Leitbilder verabschiedet, Ziele definiert. Doch zwischen Anspruch und operativer Umsetzung tut sich häufig eine strukturelle Lücke auf: Ziele bleiben abstrakt, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten sind nicht eindeutig geklärt, KPIs greifen zu kurz oder setzen die falschen Anreize. Vor allem aber bleibt oft unbeantwortet, was die Strategie konkret für Führungskräfte, Fachabteilungen und Mitarbeitende bedeutet. Welche Routinen müssen sich verändern? Wer übernimmt Verantwortung? Und wer fühlt sich tatsächlich befähigt, Nachhaltigkeit im eigenen Handlungsbereich umzusetzen? Ohne die Veränderungsbereitschaft und das Mitwirken möglichst aller Beschäftigten bleibt eine Strategie eine uneingelöste Absichtserklärung. Genau hier setzt das Forum an:
Wir zeigen, wie diese Lücke in einer strukturierten Green Skills Werkstatt mit Unternehmen aus Baden-Württemberg systematisch bearbeitet wurde. Grundlage ist der Green Skills Kompass als strategisches Framework für die Entwicklung und Implementierung einer zum eigenen Unternehmen passenden Nachhaltigkeitsstrategie. Nachhaltigkeit wird dabei nicht als isoliertes CSR-Thema verstanden, sondern als organisationsweites Transformationsprojekt, das Kompetenzen, Strukturen, Führung und Daten gleichermaßen betrifft.
Anhand von Werkstattergebnissen und Erfahrungen der beteiligten Unternehmen wird im Forum gezeigt und diskutiert, wie aus einem wissenschaftlich fundierten Kompetenzmodell eine konkrete Roadmap mit passenden Maßnahmen entsteht. Diese integriert strategische Leitplanken, operative Verantwortlichkeiten, Kompetenzanforderungen auf verschiedenen Ebenen und messbare Steuerungsgrößen.
Das Forum verbindet strategische Einordnung, Praxiserfahrungen aus der Werkstatt und eine reflektierte Diskussion mit den beteiligten Unternehmen.
Wie können PFAS gemessen, beseitigt und künftig vermieden werden? In diesem Workshop diskutieren Teilnehmende mit Expertinnen und Experten aus vier Forschungsinstituten innovative Ansätze entlang der Wertschöpfungskette: mobile PFAS-Analytik, PFAS-Abbau, regulatorische Perspektiven sowie die Substitution von PFAS in Materialien und Anwendungen. PFAS 2035 vernetzt Forschung und Industrie, um gemeinsam Visionen für sichere Materialien und nachhaltige Stoffkreisläufe zu entwickeln.